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Der Feine Unterschied zwischen guten und schlechten ChefsBild: jeremias münch - stock.adobe.com

25.01.2025 Heike Thissen

Der feine Unterschied zwischen guten und Schlechten Chefs

Die Art und Weise, wie Führungskräfte ihre Teams leiten, hat im 21. Jahrhundert einen entscheidenden Einfluss darauf, wie erfolgreich ihr Unternehmen ist. Dabei spielen mitunter subtile, aber wesentliche Unterschiede im Umgang mit den Mitarbeitern eine große Rolle.

1. Kommunikation und Transparenz

Oft empfinden es Führungskräfte als Herausforderung, klare und transparente Kommunikationslinien innerhalb ihrer Teams zu etablieren. Dabei verbessert der effektive Austausch untereinander nicht nur das Verstehen von Aufgaben und Zielen, sondern fördert obendrein ein Gefühl von Zugehörigkeit und Engagement. Das gilt erst recht, wenn sich jeder frei fühlt, die eigene Meinung, aber auch Bedenken zu äußern.

Regelmäßige Meetings und eine Kultur des Austauschs schaffen hierfür die Basis. Chefs hingegen, die dazu neigen, Informationen zu kontrollieren und nur das Nötigste zu kommunizieren, schüren Missverständnisse, Verwirrung und ein Gefühl der Unsicherheit innerhalb des Teams. Dann haben Mitarbeiter das Gefühl, dass sie nicht in Entscheidungen einbezogen werden oder wichtige Details nicht erhalten. Das wiederum wirkt sich negativ auf ihre Motivation und die Produktivität aus.

2. Empathie und Wertschätzung

Ein weiteres entscheidendes Detail in der Führungskultur zwischen unterschiedlichen Chefs ist das Maß an Empathie, das sie zeigen. Gute Führungskräfte erkennen an, dass ihre Teammitglieder Menschen mit eigenen Bedürfnissen, Sorgen und Zielen sind. Sie sind interessiert an ihrem Wohlergehen und nehmen sich die Zeit, zuzuhören und zu verstehen, was motiviert oder belastet. Dass Wertschätzung eine der großen Stellschrauben ist, wenn es um die Zufriedenheit von Mitarbeitern geht und auch um die Arbeitgebermarke, die nach außen transportiert wird, haben Studien längst bewiesen. Hohe Fluktuation und Unzufriedenheit im Team ist meist dort zu finden, wo Führungskräfte so sehr mit ihren administrativen Aufgaben beschäftigt sind, dass für einen wertschätzenden Umgang keine Zeit bleibt.

3. Vorbildfunktion und Integrität

Wer sich von seinen Mitarbeitern wünscht, dass sie gewisse Werte und Standards im Unternehmen verkörpern, tut gut daran, mit gutem Beispiel voranzugehen. Erfolgreiche Chefs handeln ehrlich und transparent, auch wenn das immer wieder bedeutet, unangenehme Gespräche führen oder schwierige Entscheidungen treffen zu müssen. Damit nehmen sie direkten Einfluss auf die Unternehmenskultur. Wenn sie ihre Versprechen halten und Verantwortung übernehmen, schaffen sie ein vertrauensvolles Klima, in dem alle gern zusammenarbeiten. Führungskräfte, die so vorangehen, motivieren auch andere dazu.

4. Veränderungsbereitschaft

Nichts ist so konstant wie der Wandel, besonders im Hinblick auf die Arbeitswelt. Spätestens seit der Pandemie hat die Digitalisierung an Tempo noch mal zugelegt und Veränderungsprozesse weiter beschleunigt. Dieser Prozess war nie aufzuhalten und ist es erst recht nicht mehr, seit Künstliche Intelligenz Einzug in die meisten Unternehmen gehalten hat. Deren Dynamik stellt nicht nur die Mitarbeiter, sondern auch und vor allem die Führungskräfte vor Herausforderungen. Offenheit für Veränderungen ist somit eine wichtige Fähigkeit, die ein Chef unbedingt haben sollte. Wer erkennt, dass Veränderungen immer eine Chance für Wachstum sind, statt ihnen mit Ablehnung oder gar Angst zu begegnen, wappnet sich selbst und seine Mitarbeiter für das, was die Zukunft bringt.

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